Pflanzen umstellen – Kaufkriterien für Pflanzenroller

Wer grüne Mitbewohner hat, weiß: Pflanzen gilt es regelmäßig zu bewässern und zu pflegen. Dafür muss das Pflanzgefäß mal in das richtige Licht und mal in den Schatten gerückt werden – oder auch verschoben, damit der Bodenbelag darunter gesäubert werden kann. In Sachen Pflanzen-Transport sind Pflanzenroller wahre Helfer!

Das Material: Vor- und Nachteile

Ton, Kunststoff, Metall oder Edelstahl: Pflanzenroller für Pflanzkübel, Blumentöpfe und andere Pflanzgefäße gibt es in verschiedensten Materialien, die nicht nur unterschiedlich aussehen. Sie besitzen auch individuelle Eigenschaften, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten, damit der Pflanzenroller den Anforderungen entspricht.

Holz-Pflanzenroller

Traditionelle Pflanzenroller bestehen oft aus Buche, Erle oder Kiefer. Es gibt sie in runder und eckiger Form, wobei die Bodenplatte aus aneinander gereihten Latten besteht. Bei Holz-Pflanzenrollern sollte Hartholz wie Buche bevorzugt werden.

Vorteile

  • Pflanzenroller aus Holz bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und tragen damit zur Nachhaltigkeit bei.
  • Sie sind stabil, im Vergleich kostengünstig und besitzen eine hohe Belastungsgrenze.
  • Man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen, da der Holz-Roller lackiert oder lasiert werden kann. Das erhöht zudem die Lebensdauer des rollbaren Pflanzenuntersetzers enorm.

Nachteile

  • In ihrer ursprünglichen Form sind sie nicht für den Außenbereich geeignet.
  • Der wasserfeste Anstrich muss regelmäßig erneuert werden.
  • Im Innenraum wird zusätzlich ein Untersatz-Behälter für abtropfendes Wasser benötigt.

Kunststoff-Pflanzenroller

Beliebt sind Kunststoff-Pflanzenroller mit integriertem Untersetzer. Die kombinierte Ausführung WPC (Wood Plastic Composites), ein Gemisch aus Holz und Kunststoff, bietet zudem mehr Stabilität als ein reines Kunststoff-Modell und hält jeder Witterung und jeder UV-Belastung stand.

Vorteile

  • Die Pflanzenroller sind leicht, preiswert und für den Innen- und Außenbereich geeignet.
  • Verschiedene Farben bedienen jeden Geschmack und der Kunststoff-Pflanzenroller ist meist UV-beständig.
  • Es wird kein zusätzlicher Untersetzer benötigt.

Nachteile

  • Die Belastungsgrenze ist mit bis zu 50 Kilogramm Tragkraft im Vergleich gering.
  • Durch die Sonne können Pflanzenroller aus Kunststoff im Außenbereich ausbleichen.

Metall-Pflanzenroller

Metall-Pflanzenroller bestehen aus Aluminium, Gusseisen oder Stahl. Generell weisen jene aus Metall eine hohe Stabilität auf und können Gewichten von über 100 Kilogramm standhalten.

Vorteile

  • Metall-Pflanzenroller sind für den Innen- wie auch Außenbereich geeignet.
  • Durch das robuste Material entsteht eine urige Optik.
  • Sie besitzen eine hohe Tragkraft und sind meist rostfrei.

Nachteile

  • Sie sind schwerer als jene aus Holz oder Kunststoff.
  • Schraubverbindungen können Rost begünstigen.

Glas-Pflanzenroller

Die beliebtesten Glas-Pflanzenroller sind aus Sicherheitsglas gefertigt und genießen aufgrund ihres minimalistischen, zeitlosen Designs ästhetische Vorzüge. Das Pendant zum stilvollen Blumenhocker.

Vorteile

  • Pflanzenroller aus Glas eignen sich für den Innen- und Außenbereich.
  • Sie sind in runder wie auch eckiger Form erhältlich.
  • Ein höheres Maß an Hygiene wird durch die leichte Reinigung ermöglicht.
  • Die Glasmodelle bringen eine schwebende Optik mit sich.

Nachteile

  • Pflanzenroller aus Glas können am wenigsten Gewicht bewältigen.
  • Sie sind nur für Pflanzen in Übertöpfen geeignet.

Weitere Kaufkriterien für einen Pflanzenroller

Natürlich spielen neben dem Material auch weitere Faktoren beim Kauf eines Pflanzenrollers eine Rolle:

Wissenswertes: Tipps für den Kauf eines guten Pflanzenrollers

  1. In der Regel sind konventionelle rollbare Pflanzenuntersetzer mit mindestens drei Rollen ausgestattet. Die besten Pflanzenroller besitzen fünf bis sechs Rollen. Sie lassen sich um 360° drehen und dienen gleichzeitig als Untersetzer, wodurch bei der Bewässerung überschüssiges Wasser aufgefangen wird.
  2. Um den Boden durch Roller aus Hartplastik nicht zu zerkratzen, ist es empfehlenswert auf Softrollen zu setzen.
  3. Kleine Rollen bleiben schnell an Ecken und unebenem Boden, wie z. B. Pflastersteinen, hängen. Die Rollen sollten also nicht zu klein sein. Weiterhin ist eine Feststellbremse empfehlenswert, damit sich der Pflanzenroller nicht ungewollt fortbewegt.
  4. Die Tragkraft sollte vor dem Kauf unbedingt beachtet werden, da die Belastungsgrenze sehr unterschiedlich ausfallen kann.
  5. Quadratisch, rund oder rechteckig: Unabhängig von der Form, sollten die Maße des Pflanzenrollers an der Größe des Pflanzgefäß orientiert sein.
  6. Die Oberfläche der Bodenplatte sollte rutschfest sein, etwa gummiert oder geriffelt. So wird das Pflanzgefäß vor ungewolltem Verrutschen gesichert.
  7. Tipp: Der Stabilität wegen ist die Pflanze stets mittig auf der Stellfläche zu platzieren.